Da waren wir also, gestrandet in Ungarn, und keinen Plan wie es weitergeht. Also das beste draus machen: Ungarn erkunden. Am ersten Tag in Tatabanya sind wir nach dem Frühstücksbuffet im Hotel zum Bahnhof in dem 70.000-Seelen Dorf gestapft, und haben uns ein paar Tickets nach Budapest gekauft. Der Bahnhof war noch aus der Zeit der Österreichischen Kaiserreichs, und daher zweisprachig. Das wussten die Bediensteten leider nicht, aber Budapest heißt ja auch auf Ungarisch Budapest, also war das kein Problem. Beim Umschalten der Zuganzeigen sind übrigens ein paar Mal der Orientexpress, und andere große Namen an uns vorbeigehuscht.

Im Zug dann, der ähnlich wie der Bahnhof aus Zeiten von Sisi und Franz Joseph stammte, haben wir eigentlich nicht viel gemacht. Das lag hauptsächlich daran, dass es Hochsommer war, und die sind in Ungarn nicht grade kalt..

Niklas als Fotograf
So wird man behandelt, wenn man in Budapest hübsche Fotos machen will!
Festgehalten wohl von © Sebastian Sehr..

In Budapest selber haben wir auch nur die Standard-Touristen-Tour gemacht, sprich hoch den Berg, um den Berg, Fotos machen, in der Sonne dünsten und Wurst und Käse genießen, den Berg runter, und vor dem kurzen, sommergewitterlichen Regenschauer im Marks & Spencer Schutz suchen. Irgendwie waren wir dann aber mit dem Rundgang viel zu früh fertig, und durften dann in Keleti Pu (das ist ein Bahnhof. Trotz des Alters - wir reden hier von Jahreszahlen, die sogar Sissi nur aus Geschichtsbüchern kannte - hübsch. Aber Budapest ist ja auch die Hauptstadt!) eine Stunde warten. Nachdem ich genug mit der Mehrfachbelichtungsfunktion an der D80, die wir dabei hatten, rumgespielt habe, hat ein ziemlich schrilles Pfeifen uns darauf aufmerksam gemacht, dass da in dem Bahnhof grade irgend etwas außergewöhnliches abging. Es wurde ein Film gedreht! (Beziehungsweise ein Werbespot, wenn ich das alles richtig verstanden habe). Eine hübsche, alte Dampflokomotive, und verdammt große Scheinwerfer, und noch größere Reflektoren haben da Blicke angezogen. Das Set wurde leider streng abgeriegelt, und irgendwann wurde auch aufgehört zu filmen, und alles wurde abgebaut.

Dann Rückfahrt nach Tatabanya. Ohne Neuigkeiten von VW, dem ADAC oder aus Sachsen.

Nach einem so aufregenden Tag ist man aber ja noch nicht müde, deshalb wurde die Tankstellenrunde, die am Abend davor eingefühurt wurde, mti dieser Wiederholung offiziell Tradition: Man nimmt alle Rover, die man finden kann, läuft zur Dorftankstelle und nimmt für jeden eine Flasche Flüssiges aus dem Schrank, und lässt den Tag dann auf den Treppenstufen vor dem Hotel ausklingen. Bis wir wieder einmal Bekanntschaft mit der ungarischen Polizei machen. Die nehmen das mit dem Ausschau halten echt ernst! Jedenfalls ist das mit dem Konsumieren des Nachts auf öffentlichen Plätzen wohl nicht so gerne gesehen. Ende der Tradition.

Aber definitiv noch nicht das Ende unseres Ungarn-Abenteuers. Von dem wir Tage vorher noch nicht einmal geträumt haben.. (Wobei ich das nicht mit absoluter Sicherheit sagen kann; wir haben unsere Träume nicht ausführlich besprochen..)

Das hat uns aber