Sachsen ruft. Oder: Urlaub? X
Tag 4 im Hotel, der ADAC hat keine Lust mehr. Wir haben uns abholen lassen. Eine arme Seele hat sich erbarmt, von Sachsen nach Tatabanya zu kommen, und uns mit zurück zu nehmen.
Ich weiß leider nicht mehr, wie das zeitlich abgelaufen ist, aber in der letzten Nacht habe ich jedenfalls in einem Schlafsack auf dem Hotelboden schlafen müssen, da unser lieber Fahrer eine Nacht Ruhe in einem Bett brauchte.
Jedenfalls haben wir es am letzten Morgen in Ungarn geschafft, all unser Gepäck, uns und den neuen Fahrer, in einen neuen funktionierenden VW-Bus zu packen, und dem Hotel Árpád ein für alle mal viszontlátásra zu sagen.
Es ging ohne Zwischenfälle recht gut nach Sachsen, auf den Campingplatz Entenfarm. Campingplätze sind jetzt nicht unbedingt der Ort, wo man Pfadfinder vermutet, aber wenigstens haben wir nach 10-12 Tagen unterwegs endlich mal in einem richtigen Zelt geschlafen! (Verdursten bei den Wilden Hunden war unter freiem Himmel für mich!).
Die Sächsische Schweiz also. Persönliches Highlight hier: Der Dialekt. Sobald man im Zug vom Schaffner mit “Meine dummen Herren” begrüßt wird, ist man dem Charm der berglosen Schweiz verfallen. Die Karpaten hatten da schon mehr zu bieten, so an Bergen.

© Sebastian Sehr
Wir hatten ja nun das halbe Lager in Deutschland verpasst, aber den Stufentag konnten wir noch grade so mitmachen. Am Stufentag unternehmen die Stufen was alleine, ohne die anderen. Also quasi, was wir die letzten 10-12 Tage schon gemacht. Und wir haben uns dazu entschieden, nach Budapest, Wien und fast Bratislava (wir haben auf dem Weg nach Hohnstein 10 km von Bratislava entfernt Halt gemacht. Und Fotos von der Burg, natürlich) in den letzten Tagen und anderen ausländischen Metropolen wie Prag oder Dresden im letzten Jahr fiel die Wahl auf einen Besuch von Leipzig - mit 30 Minuten Halt in Dresden.
Die 30 Minuten haben wir kollektiv im Globetrotter mit Kanufahren und Messerinspektionen verbracht, und in Leipzig haben wir erst einmal Pause in der Moritzbastei gemacht. Und da zum ersten Mal was von den olympischen Sommerspielen aus London gesehen. Ein BMX-Rennen.

Anschließend auf’s MDR-Hochhaus, in die Nikolaikirche (in die wir fast eingeschlossen wären), und ein bisschen Lepiziger Flair erkunden. Am Abend dann noch ein bisschen Ausruhen bei ein paar Drinks in irgendeiner schicken Bar
, und anschließend wieder nach Hause. Vom Bahnhof zur Entenfarm wurde geschuttelt..

Hier ein Foto von mir, leider mit einer Nikon gemacht.. Die D80 vom © Sebastian Sehr..
Ansonsten haben wir in Sachsen nicht mehr viel unternommen. Am nächsten Tag haben wir alle neue Pfadfinderversprechen gegeben, und nebenbei ein bisschen mit Reflektoren und Sonnenlicht experimentiert, am Abend gab es ganz klassisch ein Lagerfeuer mit Gitarre, wie das halt so ist, und am nächsten Tag haben wir uns alle auf zum Bahnhof gemacht, und in den Zug zurück nach Haan-Gruiten gesetzt.
Damit war das Abenteuer “Urlaub ?” in zehn Episoden abgehackt. Und es ging mit der Vorbereitung auf’s Studium in England los. Und natürlich auf dne Fahrtest!