Freshers'
Freshers’. So steht’s im Titel. Was das ist? Tja, wer sich nicht mit Englischen Unis auskennt weiß das vielleicht nicht, aber so wird unsere “Einführungswoche” genannte. Mein erste Vorlesung im Stundenplan begann am Abend des 24. Septembers, wenn ich das hier richtig lese um 17 Uhr. Aber eingezogen bin ich ja schon am 15. September, und ich kann euch sagen: Langeweile kam keine auf!
Samstagabend wurde gegrillt, gegen £5 oder so. Natürlich hat uns keiner gesagt, dass es innen für uns auch kostenlos Mensa-Essen gibt (Ich hab “Catered Accommodation”, also quasi mit Halbpension. Ist ganz nett, nur dass die Abendessenszeit von 17:15 bis 19:00 Uhr geht ist mitunter etwas nervig), aber hey, dafür draußen das erste Mal andere Leute kennenlernen.
Das ganze war ja im September, ich kann mich jetzt nicht an jeden Tag erinnern, aber zum Glück bin ich ja ein sehr organisiert, und habe Kalender geführt. Hier mal ein Screenshot von dem, was Montag bis Freitag unter anderem so anstand:

Ich persönlich erinnere mich nur noch daran, dass ich nicht zum Language Society Meet & Greet gegangen bin, und die Welcome Talks und Introductions alle mehr oder weniger gleich langweilig waren. Es hätte vollkommen gereicht, wenn ich zum “International Welcome” am Montag gegangen wäre, der Rest wurde nämlich eh nur wiederholt.
An Unis in England gibt es eine Menge “Societies”, keine Ahnung in wiefern es da ein deutsches Equivalent gibt, aber das sind halt Gruppen, die bei uns alle von der “Students’ Guild” organisiert werden, an anderen Unis von der “Students’ Union”, die dann gemeinsam Aktionen machen. Oben im Stundenplan steht Photo Soc drinn. Das erste Treffen habe ich soweit ich mich erinnere verpasst, beim Zweiten wurde grade alles abgebaut. An die FilmSoc-Vorstellung kann ich mich nicht mehr erinnern, allerdings an die von ExeTech. ExeTech macht Tech. Hauptsächlicher Licht, Sound, Bühnenbild und so was in der Richtung für Theatervorführungen, aber nicht nur. Jedenfalls hatten die eine “Workshop Tour” im Angebot, zu der ich auch gegangen bin, und da bin ich auf Sam, Isobel und noch wen gestoßen. Sam war President, Isobel ist es jetzt. Jedenfalls standen wir drei (oder vider) dann da, und haben gewartet, ob sich noch jemand für ExeTech interessiert. Dem war nicht so. Also habe ich meine eigenen Privattour bekommen.
Während der Privattour haben wir kurz den President von XTV getroffen; dazu später mehr.
Abends gab es auch eine Menge zu tun. Exeter ist eine Universitätsstadt, und da gibt es eine Menge Studenten, und Studenten gehen Abends auch mal später aus. Und Freshers’ ist natürlich die beste Woche, um sich mit den Lokalitäten und dem Nachtleben mal näher bekannt zu machen, da es eben keine Vorlesungen gibt - für mich gab es überhaupt keine Arbeit, wer da Classics, English oder Engineering studiert hat da schon “Vor-Hausaufgaben” zu tun, aber allzu ernst werden die auch nicht genommen.
Natürlich ist das auch eine super Gelegenheit seine Mitbewohner näher kennenzulernen. Wir haben bei uns in Block B ja auf der ersten Etage drei Korridore (mit je 6-7 Leuten), und zwei davon - einer davon meiner - sind jetzt sozial gesehen doch eher einer inzwischen. Mit den Leuten geht man aus, aber auch die Sportclubs und Societies haben eine Menge “Socials” und Kennelernevents, auch Abends, veranstaltet. Ich erinnere mich an mein erstes Social mit XTV. Socials haben hin und wieder ein Motte, und das war ein “White T-Shirt Social”. Einzige Vorraussetzung: Man kommt in einem günstigen, weißen T-Shirt, und mit einem Edding bewaffnet. Den Rest kann man sich ja dann denken.
Eine Sache zum Nachtleben kann ich noch erwähnen: Samstags und Sonntags sind in der Stadt eher wenig Studenten unterwegs, da an diesen Nächten natürlich auch die restlichen Einwohner Exeters frei haben. Dafür hat aber die Students’ Guild vorgesorgt und einfach mal eine Art Club auf dem Campus errichtet. Der Lemmy, der jetzt nächsten Sommer auch einmal komplett renoviert wird.
Apropos Renovierungen: Für ein paar Monate letztes oder vorletztes Jahr unternahm die University of Exeter das teuerste Bauprojekt Europas. Ob sich das Investment gelohnt hat, erzähle ich später ;)
So, ich hoffe das war ein ordentlicher Überblick über die erste, noch vorlesungsfreie Woche in Exeter. Wenn nicht, nicht umsonst habe ich unten eine Kommentarfunktion ;)