Also auf einen Haik (auch Hajk, Haijk oder Hike) wind wir gegangen. Nochmal ein paar Stunden Berg runter und hoch mit Pausen, Fotos, und Warntafeln vor wilden Tieren. Man darf wilde Tiere übrigens nicht beim Namen nennen, sonst fühlen die sich gerufen. Dafür gibt es dann Spitznamen. Schlange war, glaube ich, Buba, und Wolf war Gadina, und für Bär hatten wir auch noch etwas.. Jedenfalls waren wir dann irgendwann da. Naja, was heißt da, wir waren irgendwo an einer Lichtung, wo wir dann unser Lager aufgeschlagen haben. Die Deutschen haben Feuer gemacht, und die Rumänen haben Zelt gebaut. Ich habe übrigens später unter freiem Himmel geschlafen.. das mit dem Zeltbau war etwas chaotisch.. aber unsere Tipps wollten ja nicht beachtet werden.. Uns wurde vom Leiter vorher gesagt, es gäbe da eine Quelle, wo man Wasser holen kann. Also sind wir (er, zwei andere, und ich) dann Wasser holen gegangen - das war zumindest der Plan! Aus der Quelle, die tatsächlich existierte, konnten vielleicht ein Viertelliter Wasser extrahiert werden, das war’s. Also sind wir auf Wassersuche gegangen - der naheliegende Bach war nur noch leicht feucht, da konnte man allenfalls Schlammburgen bauen. Irgendwann sind wir zu einer mittelgroßen Pfütze gekommen, und haben 5 Liter Wasser mitgenommen - trinken konnte man das nicht. Wir haben einen Teil davon für Kartoffeln genommen (nachdem es 10 Minuten gekocht hat), und von dem Rest haben wir nach ein paar mal abkochen Tee gemacht - die Idee kam uns aber erst sehr spät, bis dahin haben wir dann halt etwas gedurstet :D

Wilder Hunder
Einer der wilden Hunde vergeht sich an unserem Kartoffelwasser. Hmmm!
© Sebastian Sehr

Über dem offenen Feuer haben wir zwei Hähnchen gebraten - natürlich, ohne die vorher zu kochen. Nach ein paar Stunden (ohja, das dauerte) war das Fleisch dann genießbar, die Haut konnte man dann wieder als Kaugummi nehmen - war aber nicht ganz so angenehm zu kauen wie der Bienenwachs tags davor. Irgendwann bin dann auch ich in meinen Schlafsack gekrochen, wurde aber zwei Stunden später geweckt, angeblich soll hier ein Bär rumlaufen. Die Rumänen hatten sich mit Äxten bewaffnet, ich habe weitergeschlafen, und wurde am nächsten morgen dann nur von einem wilden Hund, der unsere Abfälle durchstöberte, aufgeweckt. Zum Frühstück gab es Stockbrot mit Hühnerfleisch und Slanina (über Feuer etwas leicht angeschmolzen/braten schmeckt das echt klasse!), sowie Tee.

Das wr noch lange nicht alles, aber mehr habe ich bisher nicht geschrieben ;) Keine SOrge, es wird weitergehen!