Am Mittwoch ist Mitte der Woche. Oder: Urlaub? V
Am Vormittag war dann erst einmal Bienenkurs. Ich mag Bienen nicht so, aber es hat ja trotzdem stattgefunden, nicht war? Der Leiter hat da an seiner Hütte gut 100 Bienenkästen stehen, einer wurde geöffnet, untersucht, und gefrühstückt. Ich steh nicht so auf Honig, aber frischen Honig mit Wachs aus dem Holzrahmen musste ich dann doch probieren. Und ich wurde nicht enttäuscht: Frischer Bienenwachs eignet sich wirklich als geschmackloses, zähes Kaugummi :)
Aber Highlight war ja dann die Höhle. Erst einmal hinkommen: Mit Straßenausbau kennt man sich in der Gegend nicht so aus, also sind wir dem Fluss gefolgt, der aus der Höhle kam - und ihn ein paar Mal überstiegen. Das war schon ein Abenteuer für sich.. Aber dann kam die Höhle. Ersteinmal umziehen: Badehose & Regenjacke (die Mädchen haben Neoprenanzüge bekommen :-|), sowie die tolle Solarcap von getDigital.de, anstatt einer Taschen- oder Kopflampe. Aber zumindest für die ersten zwei Stunden hat die gereicht. Ich hätte sie vorher vielleicht noch Aufladen sollen… Umgezogen, und ins eisige Wasser. Wäre in Deutschland wahrscheinlich hochgradig illegal, einfach so, ungesichert in eine Höhle zu gehen. Da gibt es keine Lampen, Sauerstoffgeräte, Notausgänge oder gar gesicherte oder befestigte Wege. Gerüchten zu Folge soll es aber ein Besucherzentrum geben, aber dafür sind wir wohl irgendwo falsch abgebogen… Neben dem variablen Wasserstand, der variablen Deckenhöhe, der variablen Durchgangsbreite, und dem variablen Untergrund gab es doch zwei Konstanten: Die Finsternis, und die Temperatur. Es war eisig kalt und stockduster. Gut drei Stunden waren wir in der Höhle (in der es nicht genug Sauerstoff für eine Reanimation gibt), sind über eine morsche Leiter geklettert, die oben nochmal in 1,5 Meter hohe Steinwand endete, über die man rüber musste, haben uns auf dem Rückweg an der Stelle lieber abgeseilt, sind über Steine geschlittert, haben uns durch Löscher gezwängt, und haben uns anscheinend nicht verirrt, bei den ganzen Abzweigungen da drin.. Auf dem Rückweg war das Wasser merklich höher, das ging dann schon in Regionen, die man lieber nicht eiskalt hat.. Und dann, wir waren schon an der Stelle vorbei, wo wir unsere Rucksäcke abgelegt hatten, man hat einfach kein Tageslicht gesehen! Der Höhlenausgang muss imminent gewesen sein, und doch war es weiterhin finster wie die Nacht. Und das trifft es ganz gut: Es war inzwischen Nacht! Ich meine, wir hatten ja keine Uhren, also wusste auch keiner so genau, wie spät es war, aber jetzt wussten wir, wie spät es schon nicht mehr war ;)
Dann noch eine Dreiviertelstunde Rückweg durch die Nacht, mit leeren Batterien in den Taschenlampen. Da haben wir echt fette Kröten (oder Frösche? oder gar Krötenfrösche?) gesehen, da im Regen (ja, es hat geregnet) rumquakten und -sprangen.
Es dürfte inzwischen Donnerstag sein, und wir sind tags darauf ein bisschen glaufen. Wohin, und warum das Überleben fast zu einem Problem wurde, dürft ihr nach Feierabend erfahren.