SAE Oxford
SAE Oxford. Klingt toll, wofür steht es? Anfangs stand es für „School of Audio Engineering“, aber inzwischen wird auch eine Menge Film, Web- und Gamedesign gemacht.
Auf jeden Fall hat einer unserer Music Tech-Lehrer einen Ausflug dahin organisiert, und mich gefragt, ob ich mitkommen wollte, ich wäre ja auch am Filmen interessiert. Und da hab ich natürlich nicht Nein gesagt!
Also, heute morgen um 9:00 ging es los, die meisten waren natürlich in der Musikproduktion interessiert, aber aufgeregt waren wir alle! Als wir angekommen sind wurden wir begrüßt von… einem iMac im Eingangsbereich, auf dem eine Google Docs-Formular für „Bloxham College“ geladen war. Kurz darauf kam ein wichtiger Mann im Anzug die Treppe herunter, und hat uns begrüßt, und wir möchten uns doch bitte in die Datenbank eintragen. Den Haken für den Newsletter haben wir aber alle rausgemacht…
Anschließend wurde uns eine Keynote gehalten. Der Dozent hat über die Schule geredet, und wie er hergekommen ist. Beeindruckende Story, muss man schon sagen: Er kommt von Malta, und früher™ gab es da nur einen englischsprachigen Radiosender. Den hat er angerufen, und einen Termin für den nächsten Tag gemacht. Am nächsten morgen mit $chef gesprochen, der hatte aber keine Ahnung über Jobs, er solle zum $producer gehen. Also, hoch ins Studio: „$chef meinte, du hättest einen Job für mich?“ – WTF? - $random_person kommt rein, zu $producer: „Vergiss nicht, dass ich nächste Woche einen Monat Urlaub hab, also finde jemanden, der mich ersetzen kann“.. „YES!“ Dann hatte er noch ein paar Mal Glück, ein paar Mal Pech, Marketing studiert, blabla.. Interessiert euch ja eh nicht. Am Ende der Präsentation hat er uns zwei Filmchen von Studenten gezeigt. Einen davon fand ich grottig, den anderen im Vergleich aber echt (!) gut! Es gung um Tom, der seine Enkelkinder spielen sieht, und sich an den Krieg erinnert. Und es wurde auscchließlich Deutsch gesprochen :) (<- fettes Grinsen, sobald es losging mit „Aufstehen! Du musst ein guter Soldat sein“). Die anderen können übrigens kein Deutsch.. Zwischendurch ist der Malteser als BF3-Spieler auch noch über CoD hergezogen, dass der Grossteil von uns spielt :D
So. Danach ging es durch das „Institut“. Die haben übrigens 8 Standorte in Deutschland: Bochum, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München sind 5 davon. Die anderen 3 müsste ich nachschauen.. Haben übrigens eine Partnerschaft mit Steadicam. Darum laufen da auch alle mit Kamerakränen um die Brust gebunden herum.. GEIL! Draußen wurde übrigens währenddessen auf einem „Steadiseg“ genannten Segway gefilmt: Eine Steadicam auf einem speziellen Segway + Kameramann. Krass.
Uns wurden diverse Aufnahmestudios mit riesigen Mischpulten gezeigt. Benuzten übrigens alle Macs. Jeder Student bekommt ein niegelnagelneues MacBook, bzw. für £60 Aufpreis ein MacBook Pro zum Kurs dazu.
Dann ging es in die Workshops: Gesplittet in drei Gruppen. Als erstes war meine Gruppe am Filmen. Professionelle Kameras (Sony & JVC, echt nette Dinger. So viel besser bedienbar zum Filmen als meine EOS 550D hust. Blendenring, Zoom, ND-Filter, dB-Grain, alles ein paar Knöpfe) Sung meinte dann beiläufig, die seine ja doof, REDs seien ja viel besser Auflösungstechnisch, und die Frau (die war übrigens winzig. Nicht dass das schecht sei, aber mir ist das „runterschauen“ so ungewohnt…) hat dann ausgeholt, das sei ja ganz andere Mathematik, und die Farben, Kosten, Technik… Achja, dann war da ein Student im zweiten Jahr, der grade die Steadicam angelegt & balanciert hat. Echt nett. Und nett teuer…
Folgend ging es in den Aufnahmeworkshop. Ich war der einzige in meiner Dreiergruppe, der nich nie ein Mikro mit XLR-Eingängen verkabelt hat (Benutzt schon!), stellte mich dementsprechend dämlich an. Und was uns dann an der Konsole gezeigt wurde, war für mich professionelles Heckmeck. Nichts wirklich behalten.
Nun, es war inzwischen 13:00, wurden wir in ein Zimmer geführt, dass reichlich gedeckt war. Sandwiches, Brötchen, Wraps, Chipstüten en masse Apfel- und Orangensaft, sowie Wasser. Ich hab mich mit einer halben Chipstüte, einer Banane, zwei Krabbenbrötchen <3, einem Hühnchen-Mais-Wrap & 1 Liter O-Saft begnügt. Währenddessen haben wir der Segway-Gruppe draussen zugeschaut, und im „SEA Magazine“ geblättert, dass übrigens zweisprachig ist: Englisch & Deutsch. Teilweise auch griechisch, weiß der Geier wieso..
Die Workshops waren aber noch nicht beendet; wir hatten noch eine halbe Stunde. Also zu Icon. Icon ist ein riesiges Mischpult (umgerechnet fast €100,000!). Wir haben die verschiedenen Audio-Komponenten des Bildmaterials vom Final Fantasy X-Trailers zusammengemischt, besprochen, was da wie reinmuss, etc. Und zu guter Letzt wurde uns der „Vegas-Modus“ des Dings gezeigt. Sieht geil aus:
Nach eine Gruppenfoto, dem Überreichen der Goodie-Bag, und dem kollektiven WC-Besuchs ging es dann leider zurück nach Bloxham :/